Das Pareto-Prinzip und der moderne Einkauf

Schon im Anfang des 20. Jahrhundert wurde das Pareto-Prinzip entdeckt. Damals noch als Beschreibung der unausgeglichenen Verteilung von Wohlstand in der Bevölkerung, hat das Pareto-Prinzip eine starke Aussagekraft für viele ökonomische Wirkungsmechanismen. Die moderne Deutung, dass etwa 80% einen Effekts über 20% der Ursachen erzeugt werden, ist heute vermehrt im Vertrieb und im Zeitmanagement zu finden.

Aber gerade in der Beschaffung ist die 80/20 Regel ein wirksames Werkzeug um Prozesse zu optimieren und sinnvoll zu steuern. Die Umsetzung des Pareto-Prinzips ist im Einkauf die ABC-Analyse. Die typische Erkenntnis aus einer ABC-Analyse ist der Anteil einzelnen Produkte oder Warengruppen am Umsatz. Diese Erkenntnis ist oftmals bereits bekannt und wird dann gemeinsam übereinstimmend wahrgenommen, um dann weitestgehend ignoriert zu werden. Dabei sind die Handlungsmöglichkeiten, die aus solch einer Analyse resultieren, absolute Kostensparer im Einkauf. Durch die Trennung von Wesentlichen (vital few) und Unwesentlichen (usefull many) muss der Fokus der Abteilungen ausgerichtet werden.

Wo liegt das Potential bei KMUs?

Ein Einkäufer, der sich tagtäglich mit 80% Beschaffungen von Nebenlieferanten konfrontiert sieht, hat kaum eine Möglichkeit sich auf sein Kerngeschäft, das Wesentliche, zu konzentrieren.

Eine Fachabteilung, die sich ständig mit der Beschaffung und Klärung bezüglich C-Teile beschäftigen muss verschwendet diese Zeit, statt sich auf das jeweilige Kerngeschäft konzentrieren zu können. Rückfragen des Einkaufs, Unklarheiten bei der Abrechnung und Kostenstellen, etc. machen den Einkauf eines Bleistiftes zu einem teuren Vergnügen.

Die Kreditorenbuchhaltung eines Unternehmens beschäftigt sich zu 80% mit Nebenlieferanten und Prozessen die nur administrativer Natur sind.

Das Ziel ist der strategische Einkauf

Wenn Sie diesem Ziel die operativen Tätigkeiten unterordnen, können Sie einfach Kosten sparen, die Transparenz erhöhen und Ihre Compliance im Einkauf optimieren. Nutzen Sie Ihr Category-Wissen für die Beschaffungen auf die es ankommt. Einkaufsziele werden nicht mit intern beschafften Bleistiften und anderen Nebenlieferanten erreicht, sondern mit Ihrem Kerngeschäft. Ziel ist somit der Fokus auf das Kerngeschäft.

Das Outsourcing von Beschaffungsprozessen für Teile- oder die komplette C-Teile-Versorgung ist möglich und kostengünstig machbar. Sie reduzieren die Prozesskosten erheblich und können im Kerngeschäft besser arbeiten.

Weg vom operativen – hin zum strategischen Einkauf.

 

1 Antwort
  1. Müller-Keitel
    Müller-Keitel says:

    Empfehlenswert nicht nur für große Unternehmen, sondern gerade KMU, die sich keine internes Beschaffungsmanagement leisten können, profitieren heute von diesem kosteneffizienten Outsourcing von Beschaffungsprozessen.

    Antworten

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